By Reinhard J. Boerner

Geschrieben für Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten, Pädagogen, Kultur- und Geschichtswissenschaftler

Für den Leser wird die Lektüre zu einer spannenden Forschungsreise in die einzelnen Verzweigungen der internationalen psychologischen wie psychiatrischen Temperamentsforschung. Unter Hinzuziehung seltener Quellentexte und zahlreicher Originalzitate entsteht ein plastischer Eindruck der einzigartigen Kontinuität des Temperaments als wissenschaftlichen Begriff von der Antike bis heute.

Erste deutschsprachige Monographie zum Temperament

Das Temperament ist neben der Persönlichkeit für ein grundlegendes Verständnis psychischer Prozesse essentiell. Seine Evidenz wird durch inhaltliche Übereinstimmungen aktueller Temperamentstheorien unterstrichen. Die umfangreiche empirische Forschung zeigt zudem seine eminente Bedeutung für die Diagnose und Therapie psychischer Störungen. Auf diesem Wissenshintergrund ist die Kenntnis der Temperamentsforschung für die heutige Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in Wissenschaft, Klinik und Praxis unentbehrlich.

Macht den cutting-edge der Temperamentstheorien zugänglich

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Das cholerische Temperament des Warmblütigen« »Der Sanguinische gibt seine Sinnesart an folgenden Äußerungen zu erkennen. Er ist sorglos und von guter Hoffnung; gibt jedem Dinge – für den Augenblick eine große Wichtigkeit und den folgenden mag er daran nicht weiter denken. Er verspricht ehrlicherweise, aber hält nicht Wort: weil er nicht vorher tief genug nachgedacht hat, ob er es auch zu halten vermögend sein werde. Er ist gutmütig genug, anderen Hilfe zu leisten, ist aber ein schlimmer Schuldner und verlang immer Fristen.

Auch Eysenck (Eysenck u. 1) beruft sich auf Kants Definition des Temperaments und übernimmt dessen Grundidee, nicht aber dessen kategoriales Konzept, in sein Kreismodell mit den Temperamenten Extraversion und Neurotizismus. Darüber hinaus zeigt sich eine deutliche inhaltliche Nähe mit der Temperamentsdefinition aus der Experimentalpsychologie (z. B. Rusalov, 7 Abschn.  B. 8). Diese Rezeption der Idee Kants berechtigt zu der Annahme, dass es sich bei dem Temperament – unabhängig von der jeweiligen inhaltlichen Definition – um eine grundsätzliche anthropologische Kategorie handelt.

1) beispielsweise bei dem Psychologen Strelau (7 Abschn. 8) wiederfindet. Bei der Beschreibung der Temperamente und ihrer biologischen Basis übernimmt Kant im Wesentlichen die antike Typologie und Humorallehre. Allerdings führt er einige Modifikationen ein. Zum einen betont er, dass das Körperliche zur »mitwirkenden Ursache« des Temperaments gehört, was nichts anderes bedeutet, als dass die Temperamentsmerkmale nicht ausschließlich biologisch determiniert sind. Zum anderen macht er deutlich, dass die Temperamentstypologie zunächst lediglich sprachlichen Beschreibungskategorien entspricht, die aus »der Beobachtung des Menschen zusammengestellt [sind]« (Kant 1798, S.

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